Standortauswahl und Geoverarbeitung der Naturschutzgebiete

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Verantwortlichkeit: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ist eine raumwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Leibniz‐Gemeinschaft. Es erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Neben Wandel und Management von Landschaften, Ressourceneffizienz von Siedlungsstrukturen sowie Umweltrisiken in der Stadt‐ und Regionalentwicklung beschäftigt sich das IÖR intensiv mit Fragen zum Monitoring der Siedlungs‐ und Freiraumentwicklung. Im Vordergrund stehen dabei automatisierte Erhebungs‐, Monitoring‐, Analyse‐, Visualisierungs- und Bewertungsverfahren für die räumliche Beschreibung von Flächennutzungsstrukturen (Siedlung und Freiraum), Gebäudebeständen und der Verkehrsinfrastruktur und deren Entwicklung.

 

Das IÖR übernimmt im Projekt DINA die gesamte Geodatenerhebung und -analyse (Arbeitspaket 1). Nach der Sammlung aller für das Projekt relevanten Geodaten werden die Naturschutzgebiete Deutschlands analysiert und bewertet. Für die Auswahl geeigneter Standorte für die Aufstellung der Malaisefallen erfolgte dafür anfänglich eine Landnutzungsklassifizierung, die Berechnung von Landschaftsindikatoren innerhalb der Naturschutzgebiete und in ihrer Umgebung und die Erstellung einer deskriptiven Statistik. Später erfolgen raumbezogene GIS-gestützte Analyse aller Naturschutzgebiete Deutschlands einschließlich einer multikriteriellen Beschreibung dieser Gebiete. Diese Analyse dient der

Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Insektenpopulation, Schutzgebietsmerkmalen und der Intensität landwirtschaftlicher Nutzung in der Umgebung. Die aktuellen Untersuchungen im Rahmen des Projektes zeigen, dass in ausgewählten Schutzgebieten gefangene Insekten im Schnitt mit bis zu 16 unterschiedlichen Pestiziden belastet sind. Sowohl konventionelle bewirtschaftete Ackerflächen im Naturschutzgebiet als auch in dessen Umgebung tragen zur Belastung der Insekten mit Pestiziden im Schutzgebiet bei. Mit der Hypothese, dass eine ökologische Bewirtschaftung von Ackerschlägen in und um Schutzgebiete die Belastung der Insekten minimiert, soll eine Raumanalyse zur Quantifizierung des Einflusses von ökologischer Ackerbewirtschaftung auf Schutzgebiete durchgeführt werden. Hierfür bedarf es anonymisierter Geodaten, aus denen hervorgeht, welche Ackerflächen ökologisch bewirtschaftet werden.

 

Am Ende werden relevante DINA-Ergebnisse der 21 Fallstudiengebiete und raumanalytische Untersuchungsergebnisse für alle Naturschutzgebiete in einer Story Map visualisiert.

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Dr. Gotthard Meinel - Leiter des Forschungsbereichs Monitoring der Siedlungs- und Freiraumentwicklung

Lisa Eichler - Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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