Mittelberg in Baden-Württemberg

Der Mittelberg bei Weil der Stadt wurde im Jahr 2000 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es dient in erster Linie der Erhaltung und Sicherung der typischen, besonders hochwertigen Heckengäulandschaft mit großflächigen, extensiv genutzten Wiesen, Halbtrockenrasen, Säumen, Hecken und Steinriegeln aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen und kulturhistorischen Gründen. Als floristische Besonderheiten sind die in Baden-Württemberg als „stark gefährdet“ eingestuften Pflanzenarten „Feinblättrige Miere“ und „Thymian-Sommerwurz“ zu nennen. Hervorzuheben ist auch das Vorkommen der beiden Schmetterlingsarten Segelfalter und Wegerich-Scheckenfalter.

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© O. Maier

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Oliver Maier ist ausgebildeter Gärtner, arbeitet aber seit längerem in der Industrie.

Groß geworden im DBV unter anderem als Jugendgruppenleiter und später im NABU als 2. und 1. Vorstand, kümmert er sich seit Jugend an um verschiedenste Umweltthemen. Pflege von Hecken und Halbtrockenrasen, Ansiedlung und Dokumentation von Wasseramsel, Eisvogel, Schleiereule, Steinkauz, Schwalben, Mitarbeit in der AGW ( Arbeitsgemeinschaft für Wanderfalken), verschiedene Mauerseglerprojekte (100 Nistplätze für Mauersegler in Herrenberg) und Ansiedlung und Aufbau einer der mittlerweile größten Kiebitzkolonien in Ba-Wü.

Die Faszination von Insekten war immer präsent, die Zucht der unterschiedlichsten Falter und deren Freilassung waren und sind immer besondere Momente.

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© O. Maier

Martin Lohneis nimmt am Standort Mittelberg die Boden- und Vegetationsproben. Im Jahr 2019
half er auch am Standort Ipf aus. Er arbeitete als Tierarzt und ist seit dem Frühjahr 2020 im Ruhestand. Sein Interesse gilt nun vor allem der heimischen Insektenfauna. Regelmäßig meldet er seine Beobachtungen beim Internet-Portal "naturgucker. de". Die Stärkung einer nachhaltigen Entwicklung ist ihm ein besonderes Anliegen, daher engagiert er sich neuerdings auch im NABU Bundesfachausschuss Nachhaltigkeit.

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© M. Lohneis

Kommentar zur Arbeit bei DINA: "Am 13. Oktober 2019 waren eine Mitarbeiterin und ich bei der Kontrolle der Malaisefallen, gleichzeitig schauten wir immer wieder in den Himmel nach ziehenden Vögeln und konnten im Laufe von knapp einer Stunde einige tausend ziehende Ringeltauben bestaunen und auch fotografieren. Der Standort der Fallen liegt an einem bekannten Zugvogelkorridor und ist im Herbst immer wieder in Besuch wert." (O. Maier)